Aktiv statt passiv!

Aktiv-Lautsprecher sind bei ähnlicher klanglicher Performance fast immer preiswerter als Endstufen plus Passivlautsprecher.


An dieser Stelle sei einmal mehr daran erinnert, was das Interessante an Aktiv-Lautsprechern ist. Aktiv bedeutet nicht, auch wenn das in der Regel der Fall ist, dass die Verstärker in den Lautsprecher eingebaut sind. Aktiv bedeutet, dass die Frequenzweiche vor der Verstärkung liegt. Beim gängigen Passivkonzept braucht man eine hochwertige Endstufe, die auf ein Filternetzwerk arbeitet, die Frequenzweiche, und die verteilt dann das Signal auf die verschiedenen Chassis. Ein Problem stellen dabei elektrisch komplexe Rückwirkungen durch die Weiche auf den Verstärker dar. Also muss man eine Weiche aus riesigen Bauteilen konstruieren, die die gesamte Verstärkerleistung auch vertragen. Eine Aktiv-Frequenzweiche kommt vor der Verstärkung und liegt im Kleinsignalweg. Man kann sie aus viel präziseren Bauteilen herstellen, ohne klangliche Probleme auch variabel gestalten und sogar digital realisieren. Erst am Ausgang der Frequenzweiche kommen dann die Endstufen. Die treiben nun nur noch direkt die Lautsprecherchassis an. Die elektrischen Rückwirkungen der Schwingspule sind leicht beherrschbar, daher kommt man mit wesentlich einfacher konstruierten Verstärkern ans Ziel.

Das ist auch der Grund, weshalb Aktivlautsprecher trotz zwei oder drei integrierter Endstufen oft erstaunlich preiswert sind – in der Regel bei ähnlicher klanglicher Performance jedenfalls fast immer preiswerter als Endstufen plus Passivlautsprecher.

(Zitat aus i-fidelity.net vom 26.06.2013, Autor: Raphael Vogt)

Aktiv-Lautsprecher im Test